Stadtquartier Gutleutmatten
Stadtquartier Gutleutmatten, Wettbewerb 2010
Wettbewerbsaufgabe war die städtebauliche Planung mit Verkehrs- und Freiraumkonzept für das Stadtquartier Gutleutmatten in Freiburg im Breisgau. Das Wettbewerbsgebiet hat eine Größe von ca. 8,8 ha, der Anteil der Wohnbaufläche beträgt ca. 5,4 ha.
Anordnung und Maßstäblichkeit der Gebäude orientieren sich am Ideal der "Gartenstadt", am "Wohnen im Grünen" in einer zeitgemäßen Form. Während seinerzeit in der Gartenstadt die unabhängige Produktion von Nahrungsmitteln angestrebt wurde, sieht die Neukonzeption ein energieautarkes und emissionsfreies Wohnquartier vor.
Zwei Hochpunkte und ein städtisch geprägter Platz am Beginn der Carl-Kistner-Straße markieren den Auftakt in Richtung Haslach. In unmittelbarer Nähe zur Straßenbahnhaltestelle "Am Radacker" öffnet sich ein nach Süden orientierter Platz zur Eschholzstraße. Die Blickbeziehung zum Kirchturm stellt den Bezug zu Haslach her.
Im weiteren Verlauf der Carl-Kistner-Straße schützt die geschlossene Bebauung das Quartier vor Lärmeinwirkung. In Anlehnung an die gegenüberliegende Bebauung entsteht eine klare, stadträumliche Kante, die in Verlängerung der Gartenstadtstraßen geöffnet wird. Hier weisen partielle Überhöhungen der Gebäude auf die verbindenden Wegebeziehungen hin, ähnlich den Kopfbauten an den Einmündungen der Gartenstadt.
Zu den angrenzenden Bereichen im Westen und im Osten gibt es fließende Übergänge, während die weitgehend geschlossene Bebauung zur Eschholzstraße Abstand hält. So kann die wertvolle Nussbaumreihe erhalten und durch Baumreihen als Pendant jenseits der Eschholzstraße ergänzt werden. Dadurch werden auch die Quartiere Gutleutmatten Ost und West vor dem Verkehrslärm der Eschholzstraße geschützt.